Information für Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer zum neuen Coronavirus

FAQ zum Thema Coronavirus

Das SARS-CoV-2 ist ein Betacoronavirus der Familie Coronaviridae und verursacht beim Menschen die Erkrankung COVID-19. Es gibt viele Coronaviren, die u.a. anderem Säugetiere, Vögel und Fische infizieren können. Die bereits bekannten Coronavirusinfektionen bei Hund und Katze werden von Alphacoronaviren verursacht. Diese führen z.T. zu milden Symptomen des Magendarms; bei der Katze wird die felinen infektiösen Peritonitis (FIP) durch so ein Coronavirus ausgelöst. Diese Viren unterscheiden sich vom neuen Coronavirus SARS-CoV-2 stark. Derzeit wird davon ausgegangen, dass SARS-CoV-2 von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde.

Update vom 19. Mai 2020:

Seit dem Ausbruch der SARS-CoV-2 Pandemie sind nur wenige Monate vergangen und obschon wir noch sehr wenig über die Erkrankung COVID-19 wissen, haben wir schon viel gelernt und täglich mehrt sich das Wissen.

Eine sehr interessante Studie aus EnglandExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet untersuchte für ganz unterschiedliche Berufsgattungen das Risiko an einer Infektionserkrankung (und das ist COVID-19) zu erkranken aus der Information, wie nahe man mit anderen Menschen zusammen arbeitet und wie oft man mit Krankheiten zu tun hat. So sind Künstler (Maler, Musiker, etc.) meist weit von anderen Menschen weg und haben kaum bis nie mit Krankheiten zu tun. Nicht verwunderlich sind Krankenschwestern, Ärzte und insbesondere Zahnarzthelferinnen am anderen Ende des Spektrums. Interessant ist zu sehen, wo Tierärzte und TMFA/TPA stehen.

Zusammenfassung zu SARS-CoV-2 bei Katzen: insgesamt weniger als 20 Katzen mit natürlicher Infektion sind bisher bekannt. Daten von zwei Katzen aus Hong Kong, eine aus Belgien, zwei aus den USA (New York), zwei aus Frankreich (Paris und Bordeaux), eine aus SpanienExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet (Barcelona), drei aus Holland (NordbrabantExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet) und neu eine aus DeutschlandExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet (Oberpfalz) wurden veröffentlicht (s. auch frühere Corona-Neuigkeiten hier im Intranet). Die deutsche Katze ist aus einem Seniorenheim in welchem ein COVID-19 Ausbruch stattfand und der Besitzer ist an der Infektion gestorben. Zwei andere Katzen im gleichen Heim testeten negativ und keine zeigte Symptome. Die drei Katzen aus Holland kamen von einer mit SARS-CoV-2 infizierten Nerzfarm (s. unten) und waren seropositiv aber PCR-negativ – unklar ist ob sie durch Menschen oder Nerze angesteckt wurden. Auch unklar ist, wie gut der serologische Test bei Katzen ist und ob ggf. die Resultate falsch positive waren.

Zusätzlich ist ein Tiger aus dem Bronx Zoo PCR-positiv getestet worden. Dass Katzen serokonvertieren ist schon länger aus China bekannt und neu wurde im New England Journal of MedicineExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet (!) gezeigt, dass Katzen sich gegenseitig anstecken können. Drei experimentell infizierte Katzen wurden individuell gehalten und am nächsten Tag wurden zu jeder Katze je eine nicht-infizierte Katze dazugesetzt. Bei allen konnte SARS-CoV-2 im Tupfer nachgewiesen werden und alle Katzen serokonvertierten aber keine zeigte Symptome. Somit können sich Katzen am neuen Coronavirus anstecken und es an andere Katzen weitergeben, ohne klinisch zu erkranken. Ob eine aktive Übertragung auch auf den Menschen möglich ist bleibt weiterhin unklar, aber wenn möglich ist die Wahrscheinlichkeit sehr sehr gering.

Zusammenfassung zu SARS-CoV-2 bei Hunden: Gesamthaft sind bisher 2 Hunde mit natürlicher Infektion bekannt, beide aus Hong Kong. Die Informationen dazu sind nun im NatureExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet veröffentlicht. Dazu gibt es nichts neues als die bisher veröffentlichten Corona-Neuigkeiten. Neu ist ein serokonvertierter HundExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet in Holland beschrieben worden. Was zur Genauigkeit eines serologischen Tests bei Katzen oben steht gilt natürlich genau so für Hunde.

Zusammenfassung SARS-CoV-2 bei anderen Tieren: mittlerweile sind in Holland vier NerzfarmenExternes Link, wird in neuem Fenster geöffnet betroffen. Die meisten Tiere sind asymptomatisch, aber einige haben schwere respiratorische Symptome. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Infektion zwischenzeitlich von Nerz zu Nerz übertragen wurde. Eine ähnliche Übertragung wurde auch bei Frettchen gefunden, Frettchen und Nerze sind nahe miteinander verwandt. Interessant ist, dass aus China, den weltweit grössten Nerzfellproduzenten, keine positiven SARS-CoV-2 Berichte existieren.

Update vom 05. Mai 2020

Am 26. April wurden in Holland in zwei Nerzfarmen (total ca 20.000 Tiere!) SARS-CoV-2 bei den Tieren nachgewiesen. Die Tiere wurden vermutlich durch infizierte Mitarbeiter angesteckt, einige zeigten Krankheitsanzeichen (Atmungstrakt, Durchfall) aber es ist unklar ob ggf. auch eine Übertragung Tier auf Tier stattfand. Interessant ist, dass der Nerz (Mustale lutreaola) angeblich nur ein sehr niedriges Risiko einer Ansteckung aufgrund einer Untersuchungen des Rezeptors mit dem Virus haben soll – evtl. ist diese Veröffentlichung in pre-preview Prozess doch nicht so korrekt.

Ein Editorial aus Italien in Molecular Medicine Reports spekuliert, dass der sehr Prozentsatz an COVID-19 Patienten in Norditalien darauf zurückzuführen sein könnte, dass es viel mehr Hundebesitzer gibt als an anderen Orten und diese sich während der Ausgangssperre gegenseitig angesteckt hätten, als sie mit Hunden spazieren gingen. Es gibt dafür absolut keine zitierbaren Daten sondern nur Hypothesen – wie einfach es ist in diesen Zeiten was zu veröffentlichen!

Am 27. April ist der erste positive SARS.CoV-2 Hund in den USA getestet worden in einer Familie mit 3 positiven COVID-19 Personen. Die zwei Katzen und ein anderer Hund wurden negativ getestet (alles im Rahmen einer Studie beim Menschen).

Schlussendlich wurde zu den bekannten positiven Katzen neu eine Katze positiv in Paris getestet – und zwar aus Rektalproben, während die Proben aus dem Atmungstrakt negativ waren.

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Update vom 22. April 2020:

Am 20. April wurden zwei weitere Katzen in New York (zu den bisher bekannten 2 Katzen aus Hong Kong und aus Liege/Belgien) als SARS-CoV-2 positiv getestet. Beide hatten respiratorische Symptome, eine Katze war von einem Haushalt mit einen COVID-19 positiven Besitzer, bei der anderen Katze ist das nicht bekannt. Ändert das etwas am den aktuellen Empfehlungen: nein

Ein Update zum Tiger in Bronx-Zoo: zusätzlich wurden 3 weitere Tiger und 3 Löwen im gleichen Gehege mittels Kot-PCR positiv auf SARS-CoV-2 getestet, bis auf einen hatten alle milde respiratorische Symptome. Zwischenzeitlich sind alle gesund. Keine andere Wildkatze war symtomatisch oder positiv, diese sind aber auch in anderen Gehegen.

SARS-CoV-2 bei Haustieren testen, ja oder nein?

Verschiedene Veterinärlabore offerieren neu SARS-CoV-2 PCR-Tests für Haustiere. Die Spezialisten bei IVC Evidensia haben sorgfältig geprüft, wie sinnvoll dieser Test ist und empfehlen derzeit dringend diesen Test bei unseren Patienten NICHT durchzuführen. Die Begründung für diese Empfehlung, keine Corona-Tests durchzuführen, wird nachstehend ausführlicher beschrieben, kann jedoch wie folgt zusammengefasst werden:

  1. Die Genauigkeit der Tests, insbesondere der positive Vorhersagewert (positiv prädiktiver Wert) bei Kleintieren ist zu gering um das Resultat wissenschaftlich vernünftig interpretieren zu können.
  2. Die Konsequenzen bei einem positiven Resultat sind im Hinblick auf das Management des Patienten vernachlässigbar, können aber beim Besitzer zu starker Verunsicherung führen, schlimmstenfalls zur Euthanasie oder dem Aussetzen des Tieres.

Hintergrund

Die Covid-19-Pandemie ist ein Problem der öffentlichen Gesundheit und kein Problem der Haustiere. Der wichtigste Infektionsweg des Virus ist von Mensch zu Mensch. Derzeit besteht kein Hinweis, dass Haustiere eine Rolle bei der Verbreitung des Virus spielen.

Bis heute wurden weltweit mehr als zwei Millionen Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert. Trotzdem gibt es nur eine winzige Anzahl positiver Virustests bei Haustieren. Diese Haustiere wurden entweder experimentell mit hohen Virusdosen infiziert oder hatten Besitzer, die infiziert waren. Die Übertragung einer COVID-19 Infektion von Haustieren auf Menschen wurde bisher nicht beschrieben.

Welche Arten von Tests gibt es für SARS-CoV-2 bei Haustieren?

Seit kurzem werden PCR-Tests zum Nachweis von SARS-CoV-2 bei Haustieren kommerziell angeboten. Diese Tests erkennen die RNA des Virus, unterscheiden jedoch nicht zwischen Tieren, die mit dem Virus kontaminiert sind (passiver Träger) von Tieren, die tatsächlich mit dem Virus infiziert sind. Diese Tests zeigen auch nicht, ob das Tier infektiöse Viruspartikel ausscheidet und ob es für andere infektiös ist.

Derzeit gibt es kommerziell keine serologischen Bluttests zum Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 bei Haustieren. Es gibt auch keine kommerziell erhältliche Viruskultur.

Die Labore, die den PCR-Test anbieten empfehlen, dass eine Tupferprobe aus den tiefen oberen Luftwegen (Nase oder Oropharynx) eingeschickt wird.

Wichtig ist zu wissen, dass die meisten Labore die Proben zusätzlich auf humane DNA untersuchen. Dies gewährleistet einerseits einen verantwortungsvollen Umgang (keine Proben von Menschen einsenden) und minimiert andererseits das Risiko einer kontaminierten Probe durch den Menschen.

Warum empfehlen wir aktuell KEINE Untersuchung auf SARS-CoV-2 bei Haustieren?

  1. Ein positives Resultat kann beim Tierbesitzer zu unnötiger Unsicherheit führen. Es kann v.a. nicht nachweisen, dass potentielle klinische Symptome des Tieres auf SARS-CoV-2 zurückzuführen sind. In Anbetracht der wahrscheinlich sehr geringen Prävalenz der Krankheit bei Haustieren wird auch bei einem hochspezifischen Test die falsch-positive Rate sehr hoch sein.
    1. Unter der Annahme einer Sensitivität von 80% (durch die schwierige Probenentnahme gibt es viele falsch negative Resultate) und einer Spezifität von 99,9% (PCR Tests, wenn korrekt durchgeführt, sind sehr sicher) wird der positive Vorhersagewert (positiver prädiktiver Wert) bei einer Krankheitsprävalenz von 0,0001% (es gibt nach heutigem Wissen praktisch keine positiven Haustiere) 7,4% betragen, d. h. 92,6% der positiven Ergebnisse sind falsch positiv!
  2. Haustiere mit respiratorischen Symptomen sollten hauptsächlich auf andere Ursachen als SARS-CoV-2 untersucht werden. Dies ist unabhängig davon, ob sie engen Kontakt zu einer Person mit einer COVID-19 Erkrankung hatten oder nicht.
  3. Für eine korrekt entnommene Tupferprobe aus den tiefen oberen Atemwegen ist eine Narkose erforderlich; dies kann ein Risiko für einen Patienten mit Atemwegserkrankungen darstellen.
  4. Bei einem positiven Testresultat können keine therapeutischen Maßnahmen vorgeschlagen werden, die über die allgemeinen Hygienehinweise hinausgehen. Ein positives Resultat könnte auch gravierende Konsequenzen wie Euthanasie oder Aussetzen des Tieres zur Folge haben.
  5. Haustiere spielen keine aktive Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus. Gute Hygiene, häufiges Händewaschen und die bekannten Abstandsregeln (Social Distancing) sind immer noch der effektivste Weg, um die Übertragung einer Infektion zu verhindern.
  6. Eine Untersuchung auf SARS-CoV-2 bei Haustieren mag aus wissenschaftlicher Sicht interessant und wichtig sein, dies würde jedoch kontrollierte Studien einschließlich Histopathologie erfordern, um korrekte und aussagekräftige Schlussfolgerungen ziehen zu können. Ohne diesen Ansatz überwiegen die negativen Folgen bei unseren Haustieren.
  7. In der Humanmedizin besteht derzeit ein großer Bedarf an PCR Tests auf SARS-CoV-2. Daher müssen diese Tests für die Humanmedizin reserviert bleiben und ggf. sollten sogar kommerzielle Tiermedizinlabore humane Proben untersuchen, um die Kapazität der täglichen Tests steigern zu können. Dies bedeutet, dass die Ressourcen für Untersuchungen von Haustieren nicht ausreichend vorhanden sind.

 

Update vom 07. April 2020:

Was ist seit letzter Woche neu zu SARS-CoV-2 und Tieren bekannt geworden. Einerseits wurde im Zoo in New York ein Tiger positiv auf das Virus getestet [1Externes Link, wird in neuem Fenster geöffnet]. Der Tiger zeiget husten und der Pfleger war Corona-positiv, aber symptomlos. Mehr wissen wird nicht. Wie der Tiger das Virus bekommen hat kann nicht gesagt werden, denn ein Kontakt zwischen Tiger und Pfleger ist nicht gleich eng wie zwischen Katzen und Besitzer. Und bisher sind nur zwei Katzen mit positiver PCR bekannt. In Anbetracht, dass weltweit > 1 Million Menschen SARS-CoV-2 positiv getestet wurden spricht das gegen eine Beteiligung von Katzen an der Pandemie.

Interessant ist jedoch eine – noch nicht peer-reviewed – Veröffentlichung zur Serokonversion bei Katzen in China in der Zeit von Januar bis März 2020 [2Externes Link, wird in neuem Fenster geöffnet]. Von 102 Katzen bei denen Blut in Tierkliniken und -heimen entnommen wurde waren 15 positiv. Im Vergleich war keine Serumprobe positiv aus Blut, das im Frühling 2019 entnommen wurde (n=39). Keine Katze war PCR positiv. Wenige der Katzen mit Serokonversion kam von COVID-19 erkrankten Besitzern. Bei den meisten aber fehlen genaue Angaben, teils handelte es sich auch um Freigängertiere / Streuner. Die hohe Serokonversionsrate (14,7%) ist etwas ungewöhnlich. Dass eine Katze serokonvertiert im Haushalt eines COVID-19 Patienten ist zu erwarten, wenn die Katze für das Virus empfänglich ist – das hatte ich im letzten Schreiben schon gezeigt [3Externes Link, wird in neuem Fenster geöffnet]. Verwunderlich ist die Serokonversion bei den anderen Katzen – aber da keine Angaben zu Besitzer oder anderen Personen gemacht werden kann hier nur spekuliert werden wie die Serokonversion entstand. Es braucht mehr Studien.

 

Update vom 15. März 2020:

Ist das neue Coronavirus eine Gefahr für Hunde und Katzen?

Aktuell ist die Antwort klar: nein. Bisher wurde in keinem Land mit vielen COVID-19 Infektionen eine SARS-CoV-2 Infektion bei Hunden und Katzen nachgewiesen. Experten gehen davon aus, dass ein zweiter Sprung zwischen Spezies (erst von Fledermaus auf den Menschen und als zweites auf andere Spezies) äußerst unwahrscheinlich ist. Das Wissen zu diesem Coronavirus nimmt jedoch täglich zu und wir müssen weiterhin die neusten wissenschaftlichen Daten lesen und beurteilen. Bei einem in Hong Kong positiv getesteten Hund hatte sich der Besitzer mit SARS-CoV-2 infiziert, ein Abstrich der Maul- und Nasenhöhle des Hundes wurde dann schwach positiv für das Virus getestet. Der Hund zeigte keine Krankheitssymptome. Man geht davon aus, dass das positive Resultat durch eine Kontamination der Schleimhaut des Hundes entstand. Wie erwähnt sind die bekannten Coronaviren von Hund und Katze stark unterscheidlich vom neuen SARS-CoV-2 und diese sind ihrerseits für den Menschen ohne Gefahr.

 

Kann mein Hund oder meine Katze das neue SARS-CoV-2 auf mich übertragen?

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch-zu-Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist über Tröpfchen. Die Übertragung kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt kommen. Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen ist bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich. Es gibt aktuell auch keine Hinweise, dass Haustiere eine Rolle bei der Übertragung von SARS-CoV-2 spielen. Nichtsdestotrotz sind beim Umgang mit Haustieren immer generelle Hygienemaßnahmen einzuhalten.

 

Muss ich den Kontakt mit meinem Hund oder meiner Katze vermeiden, wenn ich an COVID-19 erkrankt bin?

Es gibt aktuell keine Gründe, dass die Tiere nicht mehr versorgt werden können. Die schon erwähnten Hygienemaßnahmen müssen aber weiter eingehalten werden, sowie natürlich die Anweisungen der Gesundheitsbehörden.

 

Wenn bei mir der Verdacht einer SARS-CoV-2 Infektion besteht oder bereits eine gesicherte Diagnose vorliegt – muss ich was für meine Tiere tun?

Da COVID-19 bei einigen Personen zu einer sehr schweren Atemwegserkrankung führt ist es ratsam den Kontakt zu anderen Lebewesen, einschließlich ihren Haustieren, einzuschränken. Dies ist dadurch bedingt, dass Ihr Immunsystem in dieser Zeit extrem belastet ist.

Sollte Ihr Haustier während Ihrer eigenen Quarantänezeit erkranken und tierärztliche Hilfe benötigen, kontaktieren Sie telefonisch Ihren Haustierarzt und informieren sie ihn ausdrücklich über die Quarantänesituation. Die Gefahr einer Ansteckung mit COVID-19 für das Personal in der Tierarztpraxis über die mit Ihnen lebenden Haustier ist minimal, wenn dort mit den gebotenen Hygienemaßnahmen gearbeitet wird.

 

Was muss ich beachten, wenn ich Kontakt mit Tieren von COVID-19 erkrankten Personen habe?

Wie erwähnt wird SARS-CoV-2 von Mensch zu Mensch beim Niesen und Husten oder durch engen Kontakt übertragen. Viren können auch indirekt über Gegenständen übertragen werden. SARS-CoV-2 können auf Gegenständen – dazu gehören auch Haustiere – bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang infektiös bleiben können. Im Schnitt überleben sie zwischen vier und fünf Tagen. Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer. Daher ist es wichtig, bei Kontakt mit Tieren aus Haushalten mit an COVID-19 erkrankten Personen die empfohlenen Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten.

 

Wie sieht es aus mit einer Impfung?

Die bekannten Coronavirus-Impfungen für Katzen (FIP-Impfung) oder Hunde schützen nicht gegen COVID-19. Eine SARS-CoV-2 Impfung ist aktuell nicht erhältlich.

 

Weitere Informationen:

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

https://www.tierspital.uzh.ch/de.html